Mazda Finanzlexikon

Technik Lexikon

Magnetinjektor

 

Magnetinjektoren werden durch ein Magnetventil an den Injektoren in Verbindung mit einem hydraulischen Servosystem betätigt. Die Hydraulikkraft wird durch einen Steuerkolben auf die Düsennadel übertragen.

 

Der vom Common Rail geförderte Kraftstoff erreicht über den Einlasskanal die Düsenkammer im unteren Abschnitt des Injektors. Dort wirkt der Kraftstoffdruck auf einen schmalen, schrägen Kreisring der Düsennadel (Druckschulter). Der sehr hohe Druck würde ausreichen, um die Düsennadel gegen ihre Feder nach oben zu bewegen, aber der gleiche Druck wirkt über eine Einlassbohrung auch in der Steuerkammer oben auf den Steuerkolben. Diese Hydraulikkraft plus die Kraft der Düsenfeder ist größer als die auf die Druckschulter einwirkende Kraft, daher bleibt die Düsennadel geschlossen.


Sobald der Injektor bestromt wird, hebt der Elektromagnet das Ventil an und die Ablaufbohrung wird geöffnet. Dadurch kann der Kraftstoff aus der Steuerkammer abfließen. Aufgrund des Druckabfalls in der Steuerkammer wird die Düsennadel durch den auf die Druckschulter wirkenden Druck gegen die Federkraft angehoben - die Einspritzung beginnt.


Wenn der Injektor stromlos wird, schließt das Magnetventil die Ablaufbohrung. Der Druck in der Steuerkammer steigt wieder an. Übersteigt die Hydraulikkraft plus die Federkraft die auf die Druckschulter einwirkende Kraft, schließt die Düsennadel - die Einspritzung endet.

 

McPherson-Federbein

Die Konstruktion der McPherson-Federbein-Achse ist eine technisch effektive Lösung für eine Einzelradaufhängung mit Platz sparender Radführung und geringen ungefederten Massen. Erfinder und Namensgeber ist der amerikanische Ingenieur Earle McPherson.

 

Multilenker-Hinterachse

Die Mehrlenker-Hinterachse, auch Raumlenkerachse genannt, ist eine sehr aufwändige Einzelradaufhängung für die Hinterachse. Durch geringe ungefederte Massen ermöglicht sie eine gute Führung der Hinterräder mit zusätzlichen Eigenlenkfähigkeiten. Sie bietet ein komfortables Fahrgefühl.

 

MZ-CD

Die Mazda Common-Rail-Dieselmotoren verbinden das Drehmoment und die Sparsamkeit moderner Turbodiesel mit dem Fahrkomfort eines Ottomotors und wurden in Leichtbauweise entwickelt. Sie kommen im Mazda2 und Mazda3 zum Einsatz.

 

MZI

Der Mazda Injection (Einspritzung) Motor ist ein Voll-Leichtmetallmotor. Zylinderkopf, Motorblock und Ölwanne bestehen aus einer leichten Aluminiumlegierung, Ansaugtrakt und Stirnräder aus recyceltem Kunststoff. Er besitzt 16 Ventile und 2 oben liegende Nockenwellen (DOHC = double overhead camshaft). Der Motor verfügt über eine hohe Literleistung, d.h. besonders viel Leistung pro einem Liter Hubraum. Der MZI ist sparsam und leise.

 

MZR

Der Mazda Responsive Benzinmotor zeichnet sich durch hohes Leistungspotenzial bei geringem Verbrauch und kultivierter Laufruhe aus. MZR Motoren sind Eigenentwicklungen von Mazda.

 

Piezoinjektor

Piezoinjektoren werden durch ein Paket von mehreren hundert dünnen Piezoelementen betätigt. Diese Piezoelemente besitzen die besondere Eigenschaft, dass sie sich rasch ausdehnen, wenn eine elektrische Spannung angelegt wird. Dieser Effekt wird zur Betätigung des hydraulischen Servosystems genutzt.


Das hydraulische Servosystem eines Piezoinjektors arbeitet ähnlich wie das eines Magnetinjektors, d. h. es wird ein Ventil betätigt, das die Ablaufbohrung öffnet, was zu einem Druckabfall in der Steuerkammer führt, so dass die Düsennadel angehoben und Kraftstoff eingespritzt wird.


Während ein Elektromagnet ein- oder ausgeschaltet wird, wird ein Piezoinjektor in drei Phasen betätigt: Öffnungs- oder Aufladephase, Haltephase und Entladephase. Zum Öffnen ist ein kurzer Impuls erforderlich, um die Piezoelemente aufzuladen und dadurch auszudehnen. In der Haltephase hält die angelegte Spannung die Piezoelemente im ausgedehnten Zustand und die Einspritzung dauert an. Zum Schließen benötigt der Piezosteller einen Entladeimpuls in entgegengesetzter Richtung, um die Piezoelemente wieder zusammenzuziehen und dadurch die Einspritzung zu beenden.