Remote Freewheel (RFW)
Die fernbedienbare Freilaufschaltung ermöglicht das Ein- und Ausschalten des Freilaufs mit Hilfe eines Schalters an der Armaturentafel. Dies erhöht die Bedienerfreundlichkeit bei Allrad-Fahrzeugen, weil man nicht mehr manuell jedes Rad einzeln sperren und entsperren muss. Sogar während des Fahrens kann RFW betätigt werden.
RENESIS
Für den Namen des Mazda Kreiskolbenmotors gibt es zwei Erklärungen: Zum einen kann man ihn als Kunstwort aus "Rotary Engine" und "Genesis" verstehen. Das Buch Genesis aus dem Alten Testament behandelt die Schöpfungsgeschichte. In diesem Zusammenhang drückt RENESIS die Wiederauferstehung des Kreiskolbenmotors aus. Neu beim RENESIS ist die Technik der seitlichen Einlasskanäle. Auch hierfür steht der Name, denn die englische Bezeichnung lautet "Rotary Engine Sideport Intake System". Nach seinem Erfinder Felix Wankel, der das Kreiskolben-Prinzip 1954 entwickelte, wird dieser Motor auch Wankelmotor genannt. Der mehrfach preisgekrönte RENESIS Kreiskolbenmotor kommt im Mazda RX-8 zum Einsatz.
SOHC
Die Abkürzung steht für die einzelne oben liegende Nockenwelle (engl. single overhead camshaft). Siehe auch MZ-CD und DOHC.
Sperrdifferenzial
Normalerweise gleicht ein Differenzial Drehzahlunterschiede zwischen den Rädern einer Achse, wie sie z.B. bei einer Kurvenfahrt auftreten, aus ? bei Allrad-Fahrzeugen gibt es zusätzlich ein Differenzial zwischen Vorder- und Hinterrädern. Auf Eis, feuchtem Laub oder auch bei Fahrten im Gelände kann es passieren, dass einzelne Räder durchdrehen, während andere stillstehen. Um auch in solchen Situationen ein Vorwärtskommen zu ermöglichen wird beim Sperrdifferenzial die ausgleichende Funktion außer Kraft gesetzt: Dreht ein Rad durch, wird die Antriebskraft vermehrt auf das andere verteilt. Dies sorgt für bessere Traktion und damit für eine bessere Geländegängigkeit und höhere Kurvengeschwindigkeiten. Es gibt mechanische und automatische Sperrdifferenziale, die Abkürzung für letztere lautet ASD.
Super-LSD
Beim "Super Limited Slip Differential" handelt es sich um ein leichtes Sperrdifferenzial. Es überträgt 25-30% der Antriebskraft auf das Rad mit der höheren Traktion, z.B. in Kurven auf das kurvenäußere Rad. Damit kann noch besser aus der Kurve heraus beschleunigt werden. Die Kraftübertragung geschieht sanft, d.h. ohne Ruck, auf die Hinterachse. Damit wird ein Versatz oder das Ausbrechen des Hecks verhindert und sicheres Fahren unterstützt. Bei Mazda sind die Modelle Mazda3 MPS, Mazda MX-5 (in der höheren Motorisierung), Mazda RX-8 und Mazda BT-50 mit Super-LSD ausgestattet.
S-VT
Beim Sequential Valve Timing (variable Ventilsteuerung) werden Hub und Öffnungszeiten der Ventile in Abhängigkeit von Drehzahl, Geschwindigkeit und Last elektronisch verändert. Dies sorgt für mehr Leistung des Motors.
TCS
Das Traktionskontrollsystem (engl. traction control system) verhindert ein Durchdrehen der Antriebsräder beim Anfahren oder Beschleunigen auf rutschiger oder unbefestigter Fahrbahn durch die Reduzierung des Motordrehmoments. TCS erhöht die Fahrzeugstabilität auf glattem Untergrund und ermöglicht zudem optimale Beschleunigung bei geringerem Reifenverschleiß.
TMC
Beim Traffic Message Channel (übersetzt etwa Verkehrsnachrichten-Kanal) handelt es sich um die Weiterentwicklung des vom Autoradio empfangenen Verkehrsfunks. TMC ermöglicht es dem Fahrzeugnavigationsrechner, aktuelle Verkehrsdaten bei der Routenplanung zu berücksichtigen.
Xenonlicht
Im Gegensatz zu herkömmlichen Glühlampen besitzen Xenonlampen keinen glühenden Draht. Die Xenonlampe ist eine Hochdruck-Gasentladungslampe, die mit dem Edelgas Xenon gefüllt ist. Das Licht entsteht durch einen zwischen zwei Polen überspringenden Lichtbogen, d.h. durch eine elektrische Bogenentladung. Xenonlicht leuchtet zweieinhalb mal stärker als Halogenlicht. Wird sowohl Abblend- als auch Fernlicht auf diese Weise erzeugt, spricht man auch von Bi-Xenon-Scheinwerfern.